SKF Spindel-Blog

Spindelzustand: Worauf es wirklich ankommt

Spindelschäden in Werkzeugmaschinen können sehr kurzfristig auftreten. Um ungeplanten Stillständen vorzubeugen, bieten sich regelmäßige Zustandsüberwachungen an. Übernehmen echte Spezialisten diesen Job, lassen sich böse Überraschungen meist vermeiden. Woher stammen deren Vorahnungen?

Egal in welcher Branche sie zum Einsatz kommen, Spindeln sind meistens starken Belastungen ausgesetzt. Ausfälle – hervorgerufen durch Verschleiß, Korrosion oder gar einen Motorschaden – werden mit steigender Betriebsdauer immer wahrscheinlicher.

Die gute Nachricht: Mit Hilfe fachmännischer Inspektionen kann man sich gegen teure Ausfälle wappnen – und genügend Vorlauf gewinnen, um noch rechtzeitig zu handeln.

Handeln, bevor es ernst wird

Anders als beispielsweise in der Papier- oder Stahlindustrie passieren Spindelausfälle im Werkzeugmaschinenbereich vergleichsweise plötzlich. Das liegt zum Teil daran, dass es eine Weile dauert, bis die Techniker vor Ort die ersten Anzeichen eines Fehlers in den gut gekapselten Maschinen wahrnehmen können. Zwischen der Wahrnehmung und dem Ausfall liegen dann oft nur wenige Tage oder Stunden. Wann genau die Werkzeugspindel funktionsunfähig wird, lässt sich in solchen Fällen kaum noch vorhersagen. „Vielleicht würde die Spindel drei Monate lang so weiterlaufen, aber genauso gut könnte sie bereits morgen einen Crash fahren. Das Risiko ist hoch“, sagt Rudolf Wolf, Instandhaltungsspezialist im S-Team.

Regelmäßige Zustandsüberwachungen – schon bevor ein erster Verdacht aufkeimt – sind deshalb äußerst ratsam. Betriebe können dadurch ihre Bearbeitungsqualität absichern, zeitintensive Reparaturen verhindern oder den kurzfristigen Einkauf kostspieliger Neuspindeln abwenden. Wer dafür kein eigenes Personal vorhalten kann, greift auf einen Spindelservice zurück.

Ein neuer Blickwinkel auf die Spindel

Erfahrene Dienstleister wie das S-Team unterstützen die Instandhaltung vor Ort beim Spindel- Checkup: „Wir messen unter anderem den Rundlauf oder führen eine Schwingungsüberwachung durch und ermitteln Lagerdefekte.“ Auf Basis der gewonnenen Daten kann das S-Team oft sogar „Soforthilfe“ vor Ort leisten: Den Spanner reinigen, manche Welle nachwuchten oder andere kleine Nachbesserungen sind zum Teil schnell erledigt.

Wie wertvoll solche Services sein können, zeigt ein Einsatz des S-Teams bei einem Autozulieferer: Durch den Checkup einer zickenden Spindel erkannten die Spezialisten, dass das Sperrluftdichtsystem nicht mehr richtig funktionierte – der Druck war zu niedrig. Dieser Defekt hätte sukzessive Verunreinigungen zugelassen und letztendlich zum Stillstand der Spindel geführt. Der Instandhalter vor Ort prüfte daraufhin jede Maschine: Sieben von acht Spindeln wiesen die gleiche fehlerhafte Einstellung auf und konnten dank des S-Team-Tipps rechtzeitig nachjustiert werden.


„Wenn Hilfe gebraucht wird, sind wir schnell vor Ort – oft schon am nächsten Tag.”

Rudolf Wolf, Werkstattleitung Spindelservice, SKF


Für eine qualitativ hochwertige Inspektion ist tiefgreifendes Know-how notwendig. Know-how, das im Betrieb gelegentlich fehlt, weil sich die Instandhalter um viele verschiedene Aufgaben kümmern müssen. In Fällen wie diesen entdecken die Spindelexperten Fehler, die den Technikern vor Ort schon mal durchrutschen können. Wer auf Nummer sicher gehen will, ruft also Spezialisten: „Auch die Kombination aus eigenem Personal und Dienstleister zahlt sich aus. Als Spindeltechniker schauen wir noch mal mit einem anderen Blickwinkel auf die Dinge. Unsere Kunden wissen das. Wir arbeiten daher oft mit den betriebseigenen Instandhaltern zusammen oder stehen ihnen beratend zur Seite.“

Egal ob sie am Ende überprüft, repariert oder lediglich beraten haben: Wenn die Experten des S-Teams den Betrieb wieder verlassen, wurde dem Kunden weitergeholfen.

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