SKF Spindel-Blog

Wiederaufbereitung vs. Neukauf: Was tun, wenn die Spindel spinnt?

Erhöhte Temperatur, auffällige Geräusche, Unwucht oder Vibration: Wenn die Spindel spinnt, muss der Instandhalter schnell handeln. Es muss aber nicht gleich eine teure Neuspindel sein.

Das Lager funktioniert nicht mehr. Die Dichtung ist durch. Der Motor stottert. Liegt ein Spindelschaden vor, kann das lange und kostspielige Ausfallzeiten bedeuten. Wenn so ein Störfall eintritt, stellt sich die Frage: die Spindel ersetzen oder doch wiederaufarbeiten lassen? Nach wie vor tendieren viele Unternehmen dazu, die alte Spindel einfach gegen eine neue auszutauschen – und zahlen dafür hohe Beträge. Eine Wiederaufarbeitung dagegen ist im Schnitt bis zu 50 Prozent günstiger. Mit einer professionellen Rekonditionierung lassen sich aber nicht nur Kosten einsparen.

Welche Vorteile hat eine Wiederaufarbeitung?

Spindelarten gibt es viele. Doch so individuell sie in Form und Größe auch sein mögen – die auftretenden Probleme sind oft ähnlich. Das wissen erfahrene Spezialisten wie das S-Team am besten. Und deren Expertenwissen ist dringend erforderlich, um aus der komplexen Spindel-Technik die maximale Leistung rauszukitzeln. Zu diesem Zweck berücksichtigen die Fachleute des S-Teams Unmengen von interagierenden Variablen.


„Drei Reparaturen bezahlen eine Neuspindel.”

Holger Zehnter, Instandhaltungsspezialist im S-Team, SKF


In manchen Fällen kann eine Wiederaufarbeitung sogar schneller sein als eine Neuanfertigung. Das betrifft vor allem spezielle Modelle. Hat der Hersteller die benötigten Ersatzteile nicht auf Lager, dauert es unter Umständen bis zu einem halben Jahr, eine Spindel neu zu fertigen. Ein weiteres Plus der Rekonditionierung: Die Service-Spezialisten können die Spindel auch „tunen“. Zum Beispiel lässt sich auf Kundenwunsch das Drehzahl-Spektrum erweitern oder die Sensorik an ein anderes System anpassen.

Die Spindel auf dem Prüfstand

Je intensiver das Serviceteam die instandgesetzte Spindel testet, desto besser. Warum das so ist, weiß Holger Zehnter vom S-Team. Er untersucht und prüft beispielsweise Öl, Fett, Riemen und andere Aufbauarten: „Wir haben 13 Prüfstände. So können wir mehr Abläufe simulieren als andere Anbieter.“ Das S-Team nutzt dabei auch verschiedene Schmiergeräte, um Situationen aus dem Betrieb des Kunden real nachzustellen. Mehr noch: Bevor eine Spindel an den Kunden zurück geht, muss sie ihr gesamtes Anforderungsprofil einwandfrei und komplett erfüllen. „Komplett“ bedeutet für das S-Team auch, dass sich der Kunde die zeitaufwendige Einlaufphase in seiner Maschine sparen kann: Die erledigen die Spezialisten bei ihren Tests gleich mit. So kann der Kunde die instandgesetzte Spindel sofort wieder einsetzen.

Etwa 85% der Spindeldefekte sind Lagerschäden. Die häufigste Ursache dafür ist Verschleiß. Kein Wunder, bei einer wirtschaftlichen Nutzung von bis zu 12.000 Spindelstunden.

Diagnose, Reparatur – und darüber hinaus

Es gibt viele verschiedene Anbieter, die Spindeln reparieren. Aber hoch spezialisiertes Wälzlager-Know-how sowie eine ausgewiesene Expertise in ebenso relevanten Technologiebereichen wie Dichtung und Schmierung sucht man dort meist vergeblich. Nicht so beim S-Team: Dessen gebündelte Kompetenzen kommen bei der Wiederaufarbeitung voll zum Einsatz, und sein Lösungsangebot mit jüngsten Entwicklungen aus der Lager-, Dichtungs- und Schmierungstechnik ist quasi unerschöpflich. So bekommt der Kunde schließlich eine perfekte Spindel zurück – voll funktionsfähig und sofort wiederverwendbar.

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