SKF Spindel-Blog

Mehr als eine bloße Reparatur: Den Spindelstörern auf der Spur

Mehr als eine bloße Reparatur: Den Spindelstörern auf der Spur

Nicht schon wieder: Die Spindel streikt. Dabei ist sie doch frisch aufgearbeitet. Falls das passiert, sollten Unternehmen der Ursache auf den Grund gehen. Zu diesem Zweck bieten Experten ein Upgrade an, das die Spindel rundum optimiert. Das kostet zwar ein wenig Zeit, zahlt sich aber langfristig aus.

Wenn Spindeln immer wieder unerwartet ausfallen, müssen Unternehmen handeln. In diesen Fällen ist es ratsam, ein qualifiziertes Beratungsteam zu beauftragen, um den Übeltäter zu entlarven. Experten wie das S-Team profitieren von einer jahrzehntelangen Erfahrung in den Bereichen Lager, Dichtungen, Schmiersysteme und Condition Monitoring. Diese Expertise ist besonders bei speziellen Spindeln hilfreich.

Der Ursache auf den Grund gehen

Ein Beispiel ist der Fall „Schleifstaub“. Der trieb einen Kunden zur Verzweiflung, weil er die Standzeiten einer Spindel extrem verkürzte: Das Unternehmen musste die Problemspindel alle vier bis acht Wochen aufarbeiten lassen. Um den Übeltäter zu identifizieren, führten die Ermittler des S-Teams vor Ort intensive Recherchen durch. Die Schadbildanalyse enttarnte den Hauptverursacher: Beim Schleifen keramischer Oberflächen entstand sehr harter, abrasiver Schleifstaub, der durch den Kühlschmierstoff überall hingelangte – auch in die Spindel.


„Es ist wichtig, bei den technischen Entwicklungen immer auf dem neuesten Stand zu sein.”

Florian Ammon, Spindelmechaniker im S-Team, SKF


Geduld zahlt sich aus

Basierend auf den Untersuchungsergebnissen konzipierte das S-Team ein völlig neues Dichtungssystem. Dazu gehörten maßgeschneiderte Labyrinth-Dichtungen, abgedichtete Hochgenauigkeitslager sowie präzise Passungen gemäß SKF Standards. Außerdem setzten die Experten bei ihrer Neukonstruktion ein hoch wirksames Sperrluft-Konzept um. Gegen dieses kombinierte Lösungspaket hatte der Schleifstaub keine Chance mehr. Das Resultat: Die optimierte Spindel erreichte im Betrieb eine störungsfreie Laufzeit von rund zweieinhalb Jahren – ihre Standzeit stieg also um das 25-fache!


„Schnelle und billige Arbeit erzielt keine nachhaltigen Lösungen.”

Florian Ammon, Spindelmechaniker im S-Team, SKF


Allerdings sind Spindeln sehr individuell. Der Trick ist, speziell auf die jeweiligen Anforderungen einzugehen. Wer bereits Erfahrungen mit vielen verschiedenen Modellen hat, ist dabei klar im Vorteil: „Durch unser internationales Spindelservice-Netzwerk profitieren wir von einer riesigen ,Technik-Datenbank‘ und können jederzeit auf allerlei Spezifikationen in Sachen Drehzahlen, Lagerungs- und Dichtungssysteme beziehungsweise typische Ausfallursachen und effektive Gegenmaßnahmen zurückgreifen“, erklärt Spindelmechaniker Florian Ammon. Falls der weltweite Wissensschatz mal keinen bereits bewährten Lösungsansatz liefert, nehmen die SKF Experten die streikende Spindelanwendung vor Ort genauestens unter die Lupe. Dabei analysieren sie u. a. das Zusammenspiel von Lagern, Dichtungen und Schmiersystemen, messen Schwingungen, überprüfen mögliche Wellen-Schiefstellungen, usw. Das kann so weit führen, dass das S-Team den leidgeplagten Kunden einen Abschied von überforderten hydrostatischen Lagerungskonzepten empfiehlt und stattdessen eine deutlich steifere Lösung auf Basis von Wälzlagern baut.

Darum lohnt sich ein Upgrade

Auf die Frage „Lohnt sich das?“, kennt Florian Ammon vom S-Team nur eine Antwort: „Natürlich ist die Optimierung einer Spindel aufwendiger als eine Standardreparatur. Aber wenn die optimierte Spindel deutlich länger hält als das störungsanfällige Original, zahlt sich das für den Kunden schnell aus. Es lohnt sich also definitiv, wiederkehrenden Problemen genauestens auf den Grund zu gehen, um eine dauerhafte und dadurch viel effizientere Lösung zu finden. Am Ende macht sich der höhere Aufwand der Optimierung durch geringere Maschinenstillstände und Reparaturen schnell bezahlt.“

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