SKF Spindel-Blog

Ein Netzwerk voller Profis

Jede Spindel ist einzigartig. Und einige sind so schwierig zu reparieren, dass sogar Spindelprofis manchmal Hilfe brauchen. Für solche Fälle gibt es das internationale Spindelservice-Netzwerk. So wird selbst die exotischste Spindel am Ende wieder fit.

Irgendwann dreht auch die beste Spindel mal durch und geht kaputt. In den meisten Fällen schicken die Betreiber ihre Spindel dann zum Spindelservice. Dort arbeiten echte Profis: Nach der Ausbildung zum Mechaniker oder Mechatroniker benötigt ein Mitarbeiter noch rund fünf bis sechs Jahre Einarbeitungszeit. Erst dann ist er so gut, dass er fast jede Spindel reparieren kann. Mit viel Know-how, Handwerkskunst und moderner Technik reinigt, wartet, repariert er sie und prüft anschließend genau, ob die Qualität stimmt. Ein paar Tage später kann die Spindel wieder zurück in ihr Zuhause.

Spindel-Netzwerk im Einsatz

Manche Spindeln aber stellen auch echte Profis vor Herausforderungen – gut, dass die Spindelprofis weltweit gut vernetzt sind und sich gegenseitig mit Rat und Tat unterstützen.

So wie kürzlich im SKF Service-Center Shanghai: Eine Spindel brauchte Ersatzteile, die es so einfach nicht gab. Kein Lieferant in China stellte die benötigten Präzisionskomponenten her. Das Team aus Shanghai fragte bei den SKF Kollegen in Taiwan nach – diese konnten die Komponenten konstruieren und hatten einen guten Lieferanten an der Hand. Nach einigen Wochen ging die Spindel generalüberholt zurück zum Kunden.

Doch damit nicht genug: Kurz darauf ging im SKF Service-Center Cleveland zufällig eine baugleiche Spindel ein. Auch hier zahlte sich das internationale SKF Netzwerk aus: Das Herz des Netzwerks ist eine technische Datenbank, in der alle Informationen zu jeder Spindel und zu jedem Kunden eingetragen sind. Kommt also eine unbekannte Spindel in einem Service-Center an, schaut der Techniker in der Datenbank nach, ob ein ähnliches oder baugleiches Modell schon an einem anderen Standort gewartet oder repariert wurde und was es dabei zu beachten gibt. So können auch Verbesserungen, die an der Spindel andernorts umgesetzt wurden, gleich mit eingepflegt werden.

Im Fall der exotischen Spindel in Asien profitierten die Techniker aus den USA von der Erfahrung ihrer Kollegen in Shanghai und Taiwan. Nach einem Blick in die Datenbank fragten sie die benötigten Komponenten in Taiwan an und sparten sich lange Recherchearbeiten. „Unsere Datenbank ist der Dreh- und Angelpunkt, hier finden wir alle Informationen“, sagt Steffen May, Leiter des S-Teams im Spindelservice Schweinfurt. „Meist haben wir dadurch die richtigen Ersatzteile schon vorrätig, bevor der Kunde die Spindel überhaupt losgeschickt hat.“

Engpässe sind passé

Weltweit hat der SKF Spindelservice 17 Standorte auf vier Kontinenten. Jeder dieser Standorte kann die meisten Spindeln selbst Instand setzen oder wiederaufbereiten – egal, wer diese hergestellt hatte. Wenn es mal Engpass beim Personal gibt, helfen sich die verschiedenen Standorte gegenseitig aus und schicken entweder die Spindel oder einen Mitarbeiter in den Partner-Service-Center. Einmal im Jahr treffen sich die Leiter aller internationalen Standorte und besprechen aktuelle Themen: Was sind die größten Herausforderungen? Welche Lösungen haben sie gefunden?

So profitieren alle von den Erfahrungen anderer – am meisten die Kunden.

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