SKF Spindel-Blog

Das Spindelhotel: Ruhen ist gut, durchdrehen noch besser

Jeder Betrieb will aufgetretene Spindelschäden schnellstmöglich beheben – schließlich ist Stillstand teuer. Weil selbst Profis Tage oder Wochen für eine Reparatur benötigen, halten viele Unternehmen vor Ort eigene Ersatzspindeln bereit. Doch ist das wirklich zeit- und kostensparend oder gibt es eine bessere Alternative?

Zeit ist Geld – ganz besonders in der industriellen Fertigung. Die Betriebe, die es sich leisten können, halten deshalb Ersatzspindeln bereit: Kommt es zu einem Spindelschaden, kann ein Monteur schnell die beschädigte Präzisionsmaschine durch eine funktionsfähige Ersatzspindel ersetzen. So läuft die Produktion zügig wieder an und die defekte Einheit geht in die Reparatur.

Das klingt zunächst nur vorteilhaft. Doch in vielen Fällen werden Spindeln unsachgemäß gelagert, was ihre Standzeit gefährdet. Deutlich risikoärmer ist ihre kompetente „Betreuung“ in einem speziellen Spindelhotel.

Wellness für die Spindel

Im Spindelhotel können Kunden ihre Ersatzspindeln professionell einlagern lassen. Das Besondere dabei: Anstatt die Spindel lediglich zu verstauen bis sie gebraucht wird, pflegen und prüfen Monteure sie kontinuierlich. Das Spindelhotel ist also weit mehr als ein Lagerraum.


„Eine Spindel muss auch im gelagerten Zustand regelmäßig gedreht werden“

Rudolf Wolf, Instandhaltungsspezialist im S-Team, SKF


„Wenn sie lange nicht bewegt wird, leidet die Werkzeugspindel, das ist ähnlich wie bei einem Auto.“ Regelmäßig holen die Spezialisten deshalb die Spindeln aus den Kisten und prüfen sie, führen Schwingungsmessungen durch oder kümmern sich um die Einlaufkontrolle.

Geringere Kosten, bessere Qualität

Viele Betriebe führen solche Routine-Check-ups aber nicht durch. Warum ist das so? Mehrere Faktoren greifen hier ineinander: „Ein Monteur muss abgestellt werden, er muss die Spindel aus dem Lager holen, aufmachen, durchdrehen und wieder einlagern. Das bindet Ressourcen, die woanders vielleicht gerade dringender gebraucht werden“, erklärt Wolf. „Außerdem existiert meist kein eigener Prüfstand, um entsprechende Tests überhaupt durchzuführen.“ Hinzu kommt, dass die eingebauten Ersatzspindeln ja erst einmal laufen. So kommt man womöglich gar nicht auf die Idee, dass der vergleichsweise frühe Ausfall einer Ersatzspindel auf ihre inadäquate Bevorratung zurückzuführen ist.

Das Einlagern in einem Spindelhotel ist kostengünstig und unkompliziert. Kunden schicken ihre defekte Ersatzspindel zum Dienstleister und der kümmert sich um die fachgerechte Instandsetzung und Einlagerung. Das S-Team von SKF bietet noch umfassendere Services, wie eine 12-monatige Gewährleistung ab dem Tag der Auslieferung oder das vorherige Einlaufen der Spindel. Letzteres ist besonders wichtig: Ist beispielsweise eine fettgeschmierte Lagerung nicht akkurat eingelaufen, steigen die Temperaturen zu stark an. Eine nicht eingelaufene Spindel kann so sehr schnell Schaden erleiden.

Schnell vor Ort

Schließlich bleibt noch die zeitliche Komponente: Die für ihren Einsatz perfekt vorbereiteten Ersatzspindeln sind binnen weniger Stunden vor Ort – in top Zustand und fertig für den Betrieb. „Da haben wir mit dem SKF Standort in Schweinfurt einen Vorteil“, sagt Wolf „Von hier erreichen wir fast jedes Unternehmen in Deutschland mit Sondertransport innerhalb von drei bis fünf Stunden.“

Ein Spindelhotel bedeutet also nicht nur Erholung für die Spindel, sondern auch weniger Stress für Unternehmen.

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